JAZZ 26

Jürgens Anmerkungen zum Zeitgeschehen

Ich habe mir jetzt einfach vorgenommen ab und zu mal, die ein oder andere „Anmerkung zum Zeitgeschehen zu verfassen“ und sie hier zugänglich zu machen. Vielleicht interessiert sie dich ja. Gleich drunter findest du alle Anmerkungen.
Du kannst, mir, wenn Du Lust dazu verspürst, auch eine Rückmeldung schicken.
Meine Mailadresse:juergen.s47@web.de
In diesem Sinne
Herzliche Grüße Jürgen Scherer

Arm, ärmer, am ärmsten! (13)

Skandalträchtiger geht gar nicht!
Weil das so ist, muss man es in die Welt hinaus schreien, dieses unverantwortliche Handeln unserer Regierenden!
In unserem Land gibt es unzählig viele Menschen, die auf die Unterstützung von „Tafeln“ angewiesen sind, weil ihre karge Rente nicht reicht, um ihren  Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele von ihnen „sammeln“ auch noch tagtäglich leere Pfandflaschen, indem sie sie aus Müllkörben „herausangeln“, meist verschämt und sich dabei notgedrungen erniedrigend vor ihren Mitmenschen, die diese Flaschen mit nicht selten an den Tag gelegter Arroganz zuvor weggeworfen haben und von denen einige sich gar den zweifelhaften Spaß machen, zuzusehen, wie die Armen im Müll wühlen müssen, um dadurch an ein bisschen Taschengeld zu kommen.  Nicht selten müssen die „SammlerInnen“ sich Kommentare anhören wie „Geschieht Dir recht, du Penner!“ oder  „Haste schon mal was von Arbeit gehört?“ Der Zynismus der Menschen kennt nun mal keine Grenzen. Und auf „Abschaum“ herunter blicken zu können tut dem eigenen Selbstwertgefühl immer wieder gut…
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Amoktaten von jungen Menschen
Die falsche Alternative (12)

Überlegungen zu einem unerträglichen Phänomen
Es geht ja immer wieder ein großes, meist von Unverständnis geprägtes, Kopfschütteln durch die Welt, wenn mal wieder eine Amoktat ihr schreckliches Haupt erhoben hat, sei es in einer Schule, im öffentlichen Nahverkehr, in einem anderen öffentlichen Bereich.
Zugleich werden fast immer die gleichen Fragen gestellt: Wie konnte das passieren? Hat das denn niemand kommen sehen? Was ist denn das für ein Idiot? Was geht denn in diesem Kopf eigentlich vor? Haben sie dem ins Gehirn geschissen?
Fragen über Fragen, die letztlich die Hilflosigkeit zeigen, mit der wir solchen Taten gegenüber stehen. Denn ihre Beantwortung führt uns oft nicht weiter als bis zum nächsten Fall.
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GNADENLOSE ELITE (11)

Angst/mache als Schmiermittel im Maschinenraum der Macht_Politik
Eine Betrachtung
Sie kennen keine Gnade, die Vorbereitenden und Erprobenden autoritärer Strukturen und Verhältnisse in unserem Land.
Vor Jahren konnten sie, wohlwollend beurteilt,  als Coronagetriebene gesehen werden, heutzutage können sie als KriegsertüchtigerInnen identifiziert werden.
Was ist ihr Vergehen?
Sie gehen rücksichts- und gnadenlos mit den jungen Menschen in unserem Lande um; für teils offen artikulierte, teils verschleierte, teils undurchsichtige oder auf Fakenews beruhenden Absichten.
Was tun sie, wie tun sie es und was sind die Folgen?
Diese Fragen gilt es zu beantworten, wenn das schon angerichtete Desaster nicht noch größer werden soll.
Beginnen wir mit den Folgen:
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Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen! Gedanken zu einer häufig benutzten Äußerung (10)

Ein Essay

Den im Titel genannten Ausspruch kennt jede/r; meist sogar mit dem Zusatz: „Das kannst Du mir wirklich glauben!“
Genau da liegt allerdings schon der „Hase im Pfeffer“. Denn wozu diese zusätzliche Bekräftigung, wenn doch die eigene „Augenschaft“ überaus deutlich bekundet wird?
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Das Venezuela Menetekel! Für welche Wände noch? (9)

Anmerkungen zu einem Politikum
In allen Gazetten wurde verkündet: Maduro, dieser sozialistische Alleinherrscher, führe sein Land in den Abgrund. Sogar die oppositionelle venezuelanische Nobelpreisträgerin Maria Corina Machado schrie nach Hilfe aus den USA.
Die schreckliche Madurozeit müsse beendet werden: „Help, Mr. President, help!“
Nichts tat er lieber, der „Hinterhofimperator aus den USA“.  Schwuppdiewupp wurde Maduro in einer Nacht- und Nebelaktion in die USA entführt und mit fadenscheinigen Gründen vor Gericht gestellt.
Und die Weltöffentlichkeit konnte mal wieder aufatmen: Endlich wieder eine von einem sozialistischen Beglücker befreite Zone!
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Resilienzerei gratis! Anmerkungen zu einer „Spezialoperation“ (8)

Die Zielsetzung ist klar: Alle strukturwichtigen Organisationen fit machen für den nächsten Krieg. Zu diesen Organisationen gehören u.a. Krankenhäuser, Feuerwehren, Hilfsdienste wie das THW und alle Ersthelferorganisationen, sprich, DRK und Co; außerdem dem gibt es auch kriegswichtige Firmen, technikaffine Weltraumforschungszentren usw. usw.
Damit dieses Fitmachen nicht gar so martialisch daher kommt, bedarf eines Verschleierungsbegriffs, und der heißt: Resilienz!
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Lassen wir uns nicht hinters Licht führen! (7)

Egal ob zu Wahlzeiten oder „Zwischenwahlzeiten“, seit der von Olaf Scholz (auf Anraten eines wohl falkisch gesinnten Beraters) ausgerufenen „Zeitenwende“ werden wir jeden Tag von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einerseits in ein Dauerangstverhalten getrieben adererseits permanent hinters Licht geführt. Dieses „Hinters-Licht-Führen“ gestaltet sich von PolitikerInnenseite aus in Zeiten der Allroundkriegsertüchtigung(!) in etwa folgendermaßen:               
Zunächst einmal wird jeden Tag eine andere „Sparnotwendigkeits-Sau“ durchs Dorf getrieben.   Jede hat einen anderen Namen aber der Grund für ihre Aufpäppelung und auch die Begründung für ihr Vorhandensein ist immer die gleiche: Es fehle an genügend Geld!
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Broligarchie – und alles is hie…(6)

Eines pfeifen inzwischen schon die Spatzen von den Dächern:             
Unter Oligarchie wird diejenige Regierungsform verstanden, in der eigennutzorientierte Reiche oder Großunternehmen das politische Geschehen bestimmen. 
Die Verbandelung von Wirtschaft und Politik kann nicht klarer zutage treten.
In den USA, wo meist vorweggenommen wird, was dann mit mehr oder weniger Verzögerung  über den Großen Teich zu uns rüber schwappt, offenbart sich seit geraumer Zeit ein starker Auswuchs des Baumes Oligarchie.
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UMFRAGEN zu unserer Gesellschaft: Was sie mit uns machen sollen/ wollen/ könn(t)en! (5)

Es gibt ja den berühmten Ausspruch des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill:  „Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“.
In dieser Aussage steckt viel Wahres. Einmal soll sie zum Ausdruck bringen, wie wichtig es ist, Statistiken und Schaubilder mit Skepsis zur Kenntnis zu nehmen; genau zu lesen, hinzuschauen und nicht nur das Zahlenwerk als gegeben hinzunehmen sondern auch zu überprüfen. Das gleiche gilt für die dargebotenen Interpretationen. Genauestes Lesen und dabei hinter die Kulissen des Interpretierten schauen. Ohne solches Vorgehen bleibt alles Schall und Rauch!
Warum Churchills Haltung zielführend sein kann, tatsächlich sogar zielführend ist, zeigt ein Beispiel der jüngsten Vergangenheit.
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Ramba Zamba – bis in den Tod! (4)

Crans -Montana – ein Symbol für die gedankenlose Verkommenheit der heutigen Jugend?
Wenn man den diversen Berichten zu den schrecklichen Ereignissen in der Schweiz Glauben schenken soll, sieht es ganz danach aus, dass die in jener Nacht vom Brandherd betroffenen Jugendlichen durchaus als bejahende Antwort auf die eingangs gestellte Frage stehen könnten.
Wieso?
Weil einmal wieder etwas offenbar wurde, was als Voyeurismus unserer Zeit bezeichnet werden könnte: Statt bei den ersten Anzeichen eines Brandes das Weite zu suchen, tut ein erklecklicher Teil der Feiernden was: Er amüsiert sich am Brandgeschehen und zückt sensationsgeil das Handy, um zu filmen statt zu fliehen.
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Der Große Blonde mit dem Botoxgrauen (3)

Das Feuilleton der FAZ bietet ja manchmal wirkliche Perlen. Auf eine davon, die in den letzten Dezembertagen letzten Jahres erschien, beziehe ich mich mit dem folgenden Kommentar.
Worum ging es?
Um das, m.E. zumindest von und für Autokraten, gepflegte „Gesicht der Macht“ in unserer Zeit.
Es zeigt sich offensichtlich in botoxierten Gesichtern, deren Vorbild die derzeitige First Lady der USA zu sein scheint. Von der Autorin des FAZartikels ,Melanie Mühl , wird Melanias Konterfei wie folgt beschrieben : Es sei zum Wundern, “ dass sie bei dieser Botoxmenge im Gesicht überhaupt noch blinzeln kann“.
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Mann tötet Hund … (2)       

Ein mutmaßliches Tötungsgeschehen wird besichtigt 
ESSAY

Mord ist immer verwerflich, egal ob er mit Vorsatz oder „ungewollt“ zustande kommt. Und: Er ist bei Tieren nicht weniger grausam als bei Menschen. Schließlich ist sein finales Ergebnis der Tod eines Lebewesens, das ohne tödliche Gewalteinwirkung noch hätte weiterleben können.
Vor gar nicht  allzu langer Zeit, sprich im Herbst letzten Jahres, waren mal wieder Berichte in den Medien zu lesen, in denen es um die martialische Abschlachtung von wertvollen Weiderindern ging. Eine grausame Tat im Schutz der Dunkelheit auf offener nächtlicher Szene, um kostenlos an begehrtes Biorindfleisch zu kommen. Eine verurteilenswerte Tat. Den motorisierten Tätern konnte nicht auf die Schliche gekommen werden. Soweit, so schlimm!
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Same Procedure As Every Year? (1)

Sie schwadronieren, sie manipulieren, sie propagandisieren, sie militarisieren und sie behaupten, sie würden sich kümmern, zB um bessere Bildung für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft, um Behebung der grassierenden Armut in einem der reichsten Länder der Welt, überhaupt um das Wohl der Bevölkerung, die sie gewählt hat.
Misst man ihre Worte an ihren Taten, stellt man fest, dass sie zwar vieles richtig vor Augen haben, aber dann doch Schwerpunkte setzen, die uns lediglich angeblich dienlich sind. Das beste Beispiel dafür ist das fast tägliche Hohelied auf eine bessere Infrastruktur. Wenigstens etwas, könnte man sagen, wenn die angekündigten Infrastrukturmaßnahmen nicht eigentlich einem anderen Ziel dienten (Ausnahmen bestätigen die Regel): nämlich der weiteren „Ertüchtigung“ unseres Landes für zukünftiges undurchsichtiges Kriegsgeschehen auf unserem Rücken.
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Same Procedure As Every Year? (1)

Sie schwadronieren, sie manipulieren, sie propagandisieren, sie militarisieren und sie behaupten, sie würden sich kümmern, zB um bessere Bildung für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft, um Behebung der grassierenden Armut in einem der reichsten Länder der Welt, überhaupt um das Wohl der Bevölkerung, die sie gewählt hat.
Misst man ihre Worte an ihren Taten, stellt man fest, dass sie zwar vieles richtig vor Augen haben, aber dann doch Schwerpunkte setzen, die uns lediglich angeblich dienlich sind. Das beste Beispiel dafür ist das fast tägliche Hohelied auf eine bessere Infrastruktur. Wenigstens etwas, könnte man sagen, wenn die angekündigten Infrastrukturmaßnahmen nicht eigentlich einem anderen Ziel dienten (Ausnahmen bestätigen die Regel): nämlich der weiteren „Ertüchtigung“ unseres Landes für zukünftiges undurchsichtiges Kriegsgeschehen auf unserem Rücken.
Dass infrastrukturell einiges im Argen liegt, ist schon seit Jahrzehnten bekannt. Dennoch wurde nur zögerlich Geld zur Behebung zur Verfügung gestellt. Wieso dann jetzt?
Mehr oder minder hinter vorgehaltener Hand deshalb, weil weder die Straßen noch die Autobahnen noch die Schienen in unserem Land aufmarschtauglich genug sind, um das moderne schwergewichtige Kriegsgerät, das auf ihnen gen Osten transportiert werden muss, auszuhalten. Ein Aufmarschdesaster wäre die Folge.
Krankenhäuser müssen auch bedacht werden, denn die zu erwartenden verletzten SoldatInnen müssen dereinst bestens versorgt werden. Nicht zu vergessen der „Gebäudebau“ in Form von Bunkern.
Also wird uns immer wieder vorposaunt, endlich gäbe es Geld für die allseits marode Infrastruktur. In Wirklichkeit dient das ganze Gesummse um eine bessere Infrastruktur eigentlich der „kriegerischen Ertüchtigung“ unseres Landes. Dass nach den Baumßnahmne alles Mögliche infrastrukturell besser sein mag, mag stimmen, ist aber lediglich der Bonus, der uns gewährt wird, wenn wir anerkennend abnicken, was uns angeblich Gutes widerfährt. So werden „Scheinriesen“ in die Welt gesetzt.
Auf unsere Kosten!
Denn wie bei allen Militarisierungsinvestitionen, die im Rahmen der „Zeitenwende“ auf die Schnellzugschienen gesetzt werden, kommen die anderen Gleisanschlüsse zu kurz oder verrotten weiterhin.
Diese bewusst in Kauf genommene Verrottung gipfelt dann in unglaubwürdiges  Mangelgejammer, das uns letztendlich auf eine quasi mangelbehaftete Kriegswirtschaft einstimmen soll.
Dieses Gejammere fegt tagtäglich wie ein Sturmwind über unsere Köpfe und hört sich dann in etwa so an:
Die Femizide in unserem Land sind unerträglich, nicht hinnehmbar. Als Minimum brauchen wir mehr Frauenhäuser. Aber dazu fehlt das Geld.
Der Pflegenotstand in unserer Gesellschaft ist ein Skandal, ein Verbrechen an Alten und Kranken. Wir brauchen mehr und gut ausgebildetes und auch gut bezahltes Pflegepersonal. Aber dazu fehlt das Geld .
Die auf uns zukommende Altersarmut ist einer Gesellschaft wie der unseren unwürdig. Wir müssen etwas dagegen tun. Aber dazu fehlt das Geld.
Bildung ist das A und O für eine gute Zukunft der Menschen in unserem Land und den Standort Deutschland. Wir benötigen mehr LehrerInnen. Aber dazu fehlt das Geld!
Den Gürtel enger schnallen heißt die Devise. Sparen, sparen, sparen!
Diese scheinheilige Litanei, die wir ohne Unterlass, nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein, ertragen müssen, dient zu nichts anderem, als uns im Nasenring durch die Arena zu führen. Für Interessen, die nicht die unseren sind, aber uns als solche vorgegaukelt werden!
Wäre der Leitsatz der politisch-wirtschaftlich Tonangebenden in unserem Land das Vermächtnis von Willy Brandt:  
„ Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein!“
Statt des unsäglichen Merzmottos:
„Deutschland soll die größte Armee in Europa bekommen!“
(Auf solche abseitigen Pfade führt die Anbetung von Hybris) wäre genügend Geld da, um die wirklichen Probleme in unserem Land anzugehen!                 
Same Procedure As Every Year?
Da würde sogar Miss Sophie antworten:
„No, Mr.  Merz!“ 

Mann tötet Hund … (2)  

Ein mutmaßliches Tötungsgeschehen wird besichtigt  
ESSAY
Mord ist immer verwerflich, egal ob er mit Vorsatz oder „ungewollt“ zustande kommt. Und: Er ist bei Tieren nicht weniger grausam als bei Menschen. Schließlich ist sein finales Ergebnis der Tod eines Lebewesens, das ohne tödliche Gewalteinwirkung noch hätte weiterleben können.
Vor gar nicht  allzu langer Zeit, sprich im Herbst letzten Jahres, waren mal wieder Berichte in den Medien zu lesen, in denen es um die martialische Abschlachtung von wertvollen Weiderindern ging. Eine grausame Tat im Schutz der Dunkelheit auf offener nächtlicher Szene, um kostenlos an begehrtes Biorindfleisch zu kommen. Eine verurteilenswerte Tat. Den motorisierten Tätern konnte nicht auf die Schliche gekommen werden. Soweit, so schlimm!
Nicht weniger gravierend ist zB das Töten eines Hundes. Sei es aus Mordlust, sei es der „Not“ heraus, sei es aus irgendwelchen „niederen Beweggründen“.
Im vorliegenden Mutmaßungsfall geht es um die äußerst wahrscheinliche Tötung eines Hundes aufgrund zu vermutender seelischer Not des „Mörders“. Dieser „Mörder“ ist nicht irgendein Mann; es ist, mit allen erdenklichen Vorbehalten, der Nobelpreisträger Thomas Mann, dem der Literaturflüsterer Michael Maar (nicht zu verwechseln mit „Samserfinder“ Paul Maar, seinem Vater) glaubt, auf (so ist das Kapitel in seinem Buch „Das violette Hündchen“ überschrieben) „Die Blutspur“ als Täter gekommen zu sein.
Mit Entsetzen werden vermutlich die Mannliebhaber und Literaturkundigen aufbegehren: Unser Thomas Mann, der Schöpfer der grandiosen Familiensaga „Die Buddenbrooks“ und des einmaligen „Zauberbergs“ ein Tiermörder. Das können und das wollen wir nicht glauben!
Durchaus nachvollziehbar diese Reaktion; aber auf der anderen Seite, weiß jeder von uns, dass es kaum jemanden gibt, der nicht die ein oder andere „Leiche im Keller“ hat. Warum also nicht auch ein gewisser Thomas Mann…
Auf jeden Fall erstellt Maar aufgrund akribischer, man kann durchaus sagen, detektivischer Tagebuchlektüre und vertieften Studiums von Manns Leben eine Indizienlage, die der Mutmaßung über die genannte „Untat“ recht plausible Nahrung gibt.
Das Ganze liest sich in etwa, wie folgt:   
Wie inzwischen allgemein bekannt, war Thomas Mann Zeit seines Lebens von seinen homosexuellen Neigungen geplagt, die er aber weder ausleben konnte noch wegen Gefahr der Verachtung durch und der Ausstoßung aus der Gesellschaft seiner Zeit an die Öffentlichkeit kommen lassen durfte. Was ihm letztlich auch gelang, auch wenn ein Raunen dahingehend immer wieder um ihn herumwaberte; denn Erzählungen wie „Mario und der Zauberer“ oder „Der Tod in Venedig“ waren zwar kunstvoll verschlüsselt. Aber der kundige Leser und Interpret konnte zumindest ahnen und vermuten.
 Einzig seine Frau Katia hatte wirkliche Gewissheit. Und sie verhalf ihm, wann auch immer nötig, zu psychischer Stabilität.
Es gab allerdings eine Zeit in seinen jüngeren Jahren, zu der er während eines Aufenthaltes in Neapel diesen Anfechtungen massiv ausgesetzt war, ihnen vielleicht sogar nachgeben wollte oder vielleicht sogar nachgegeben hat. Auf jeden Fall scheint ihn diese Zeit der Prüfungen und des Ringens mit seinem „schmutzigen Verlangen“, die Verzweiflung, die ihn befallen hatte, dazu gebracht zu haben, seine Ratlosigkeit, Hilflosig – und Ausweglosigkeit, diese ganze Seelennot an einem nervigen Straßenköter in Neapel ausagiert zu haben, den er dann wohl mit einem Messer erstochen haben soll.
Soweit Maar, der dieser „Blutspur“ in Manns Werk und Leben durchaus einleuchtend nachgeht, auch wenn er abschließend diese verborgene „Leiche im Keller“ von Herrn Thomas Mann geschickt im Indiziennebel verharren lässt.
Spannend in diesem Zusammenhang ist auf jeden Fall die Tatsache, dass, sozusagen komplementär zu den Entdeckungen Maars in Manns Leben und Schaffen, Thomas Mann zeit seines Lebens ein belegbar(vgl. Anne Dreesbach) äußert inniges, um nicht zu sagen, vertrauliches , geradezu (Liebes) Verhältnis zu den Hunden hatte, die ihn umgaben und die er nicht missen mochte. Verkörperten sie doch für ihn, der immer in seiner „Rüstung“ (Anzug, Krawatte, aufrechter Gang und ein Höchstmaß an innerer und äußerer Disziplin) in Erscheinung trat, seie eigentlich unerfüllten Träume: Freiheit, Unbändigkeit, „wildes“ Leben ohne Zwang, auch und gerade sexuell, worauf Kerstin Holzer glaubwürdig verweist.
Gälte es aus diesen von mir dargestellten Sachverhalten zur „Causa Thomas Mann“ ein Fazit zu ziehen, lautete das meine: 
Wie allgemein nicht unbekannt, suchen sich verdrängte oder zu verdrängende Probleme auf oft seltsamsten Pfaden Sublimierungsmöglichkeiten; im Falle Thomas Manns von der intensiven, manchmal auch ambivalenten, Liebe zu Hunden (Man denke an sein einfühlsames, lebenskluges Büchlein „Herr und Hund“) bis zur Produktion genialer, anerkannt einzigartiger literarischer Texte, sogar nobelpreisnobilitiert!
„Thomas der Zauberer“
ein wandelndes Rätsel;
oder sollte es besser heißen
ein (ver)wandelbares …                       
Zum vertiefenden (Nach)Lesen:         
Michael Maar: Das violette Hündchen. Große Literatur im Detail. HH 2025
Kerstin Holzer: Thomas Mann macht Ferien. Ein Sommer am See. Köln 2025
Anne Dreesbach: Dem Pudel die Zitrone zugeworfen. FAZ-Feuilleton,Sa, 3.1.26,S9

Der Große Blonde mit dem Botoxgrauen (3)

Das Feuilleton der FAZ bietet ja manchmal wirkliche Perlen. Auf eine davon, die in den letzten Dezembertagen letzten Jahres erschien, beziehe ich mich mit dem folgenden Kommentar.
Worum ging es?
Um das, m.E. zumindest von und für Autokraten, gepflegte „Gesicht der Macht“ in unserer Zeit.
Es zeigt sich offensichtlich in botoxierten Gesichtern, deren Vorbild die derzeitige First Lady der USA zu sein scheint. Von der Autorin des FAZartikels ,Melanie Mühl , wird Melanias Konterfei wie folgt beschrieben : Es sei zum Wundern, “ dass sie bei dieser Botoxmenge im Gesicht überhaupt noch blinzeln kann“.
Aber einem gefällt diese frauliche Maskerade wohl außerordentlich –  dem Ehemann und derzeitigen Präsidenten der USA: Donald Trump; zumal seine Melania, außer dieser eisigen Maske noch etwas anderes erfüllt: Trumps Vorliebe für schlanke, wohlgeformte Frauen, die ihren sexy Körper per Highheels zur Geltung bringen können.
Was soll’s, könnte man sagen: Außergewöhnlicher Mann, außergewöhnlicher Geschmack.
Aber so einfach ist die Chose nicht. Denn wer genau hinsieht, kann feststellen, dass Melanias Aussehen durchaus etwas Symbolisches anhaftet. Es ist die Maskerade der Macht, die allenthalben kopiert wird, einmal um dem Präsidenten zu gefallen und andererseits um solidarisch mit ihm Up to Date zu sein.
Sieht man sich nämlich die Frauen um ihn herum an, bekommt man das große Botoxgrauen. Nahezu überall unleserliche botoxierte Frauengesichter mit Schmollmund und wenn möglich blond; so mag es der Große Blonde.
Außerdem ist mit diesem Erscheinungsbild für Außenstehende nicht erkennbar und soll es wohl auch nicht sein, was die jeweilige Dame wohl denkt oder fühlt, wenn sie im Namen der Macht agiert, sei es als Pressesprecherin, sei es als Sekretärin oder Berichterstatterin. Immer hübsch undurchsichtig bleiben.
Wichtig ist allein, dass sie im MAGA-Sinn funktioniert und nebenbei oder vielleicht hauptsächlich etwas für’s Auge zu bieten hat. Versiegelte Macht –  mit Ablenkungsfaktor!
So kann der Herr und Meister mit gegeelt blondiertem Haar und botoxgefaltetem Gesicht jederzeit die Puppen tanzen lassen.
Maskerade als Dauerevent im „Spiel um die Welt“.
Derzeit geht es bei diesem Monopoly um Grönland!

Ramba Zamba – bis in den Tod! (4)

Crans -Montana – ein Symbol für die gedankenlose Verkommenheit der heutigen Jugend?
Wenn man den diversen Berichten zu den schrecklichen Ereignissen in der Schweiz Glauben schenken soll, sieht es ganz danach aus, dass die in jener Nacht vom Brandherd betroffenen Jugendlichen durchaus als bejahende Antwort auf die eingangs gestellte Frage stehen könnten.
Wieso?
Weil einmal wieder etwas offenbar wurde, was als Voyeurismus unserer Zeit bezeichnet werden könnte: Statt bei den ersten Anzeichen eines Brandes das Weite zu suchen, tut ein erklecklicher Teil der Feiernden was: Er amüsiert sich am Brandgeschehen und zückt sensationsgeil das Handy, um zu filmen statt zu fliehen.
Fluchtreflexe anscheinend unter Null, dafür Sensationsgeilheit auf Level 10!
Diese Haltung hat mit Sicherheit mehr Menschenleben gekostet als schlimmstenfalls denkbar. Was also ist los mit vielen dieser Voyeurismus-auf-Deibel-komm-raus-Jugend unserer Tage?
Muss man ihnen wirklich den Vorwurf des übersteigerten Eigennutzes machen, wie dies vielfach geschieht. Sind mal wieder die ErzieherInnen jeder Couleur schuldig, die den Jugendlichen keinen Anstand mehr beibringen, keine Mitfühligkeit mit den Mitmenschen oder der Staat, der alles zupämpert und für Eigenverantwortung keinen Raum mehr lässt; all dies mit dem finalen Ergebnis: Eine verwöhnte Mischpoke auf dem Dauerkonsumtrip und der egozentrischen Lebensverwirklichung mit voyeuristischer Sensationshuberei, wann immer angesagt!
So das Anklagelamento.
Wer allerdings so argumentiert, vernachlässigt vor lauter Rechnungen die Wirte.
Und die sollte man nun wirklich nicht außer Acht lassen.
Wenden wir uns also ihnen zu: Sie sind sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Herkunft und scheinen auf den ersten Blick unterschiedliche Interessen zu haben, auf den zweiten eher nicht.
Manch einer wird sich noch an die Namen Helmut Kohl und Leo Kirch erinnern, zwei Männer, die als gute Freunde getrennt marschierten, um dann gemeinsam zuzuschlagen. Beide waren Wegbereiter der erweiterten Zerstreungsmedienwelt der 80er Jahre des  letzten Jahrhunderts. Der eine als Förderer des Privatfernsehens, von dessen Einführung er sich ein Ende des „Meinungsbildungsmonopols“ des öffentlich-rechtlichen Fernsehens versprach, das war Bundeskanzler Kohl; der andere mit Aussicht auf satte Gewinne, weil er zusätzlich noch das profitable Bezahlfernsehen einführte; das war der damalige deutsche „Medienmogul“ Leo Kirch. Diese beiden brachten das kapitalistisch gesteuerte Verwirungsungsangebot zum Laufen; mit jeweils profitablen Ergebnissen. Politisch weil das damals etablierte Meinungsverbreitungssystem neu herausgefordert wurde. Diese Herausforderung aber, unter medienkritischen Gesichtspunkten gesehen, zu einer allgemeinen Infoverflachung mit Verdummungs – und Manipulationseffekt führte, heute bekannt unter dem Begriff „Infotainment“, einer Vermischung von Information und Erhaltung, die eher zur Desorientierung führt als zu seriösem Informationserwerb. Durchaus nicht unerwünscht bei PolitikerInnen, wenn es darum geht, bestimmte Ziele verschleiernd zu erreichen. (Man erinnere sich u.a. mal an die unsäglichen Eventwerbung der Streitkräfte, die vorgeben, in der Armee zu dienen, sei ein dauernder Abenteuertrip.) Der Beispiele für diese Erscheinung der „geistig-moralischen Wende“, wie sie Bundeskanzler Kohl proklamiert hat, gibt es noch viele. Jedem und Jeder von uns fallen sicher noch welche ein.
Auf der Kapitalseite wurde die angestiftete Verwirrung zu einem medientechnischen Taifun weiterentwickelt, dessen Eisbergspitze derzeit die „KI“ bildet.
Und was ist mit den Menschen in der Zeit dieser „medialen Freiheitsorgien“ passiert:
Die haben sich aus kapitalistischer Sicht genau dahin entwickelt, wo die Reise hingehen sollte: Zu exorbitanten Konsumismuszombies mit dauerunbefriedigten Konsumbedürfnissen und zu eventgeilen Medienbabies, die sich ihr Selbstbewusstsein mit Events und deren Postings erpämpern, und zwar „Auf-Deibel-komm-raus“. Eine Haltung, die sie inzwischen schon mit der Muttermilch einsaugen. Wen wundert’s, dass die Influencerei ohne Ende boomt; wer ständig den Schnuller braucht, weil die Erschaffer der „kapitalistischimprägnierten geistig-moralischen Wende“ den angepassten statt den mündigen Bürger bevorzugen, benötigt HelferInnen zum Dauernuckeln. Diese Spezies wird InfluencerInnen genannt.
Und jetzt, nach Crans-Montana, kommen genau die Medieninhaber und Politiker, die das weiter oben Geschilderte  auf die neokapitalistischen Gleise unserer Zeit gesetzt haben daher und beklagen die mangelnde Eigenverantwortlichkeit dieser eventverseuchten Jugend. Die gleiche Politikelite, die dafür gesorgt hat, dass Lernziele wie Mündigkeit in den Lehrplänen durch Verwirklichung von mehr Anpassungsbereitschaft ersetzt wurden. Die gleichen Verantwortlichen, die Studiengänge eingeführt haben, die mehr das Dauerabnicken verlangen als dass sie kritisches Bewusstsein fördern. Die gleichen PolitikerInnen, die permanent den Bildungsnotstand bejammern,  aber lieber Ängste verbreiten, um mehr Geld in Rüstung investieren zu können statt in notwendige Bildungsreformen.
Und wenn dann ein erklecklicher Teil der Jugend ihren unverschuldeten Frust mit Eventgelagen abfeiert, in Crans-Montana gar mit tödlichen Folgen, wird ihr nahezu unisono vorgeworfen, sie sei feiersüchtig und lebensuntüchtig.
Dieser Vorwurf kommt von den neokapitalistischen Wirtsleuten, die lieber lammfromme Milchkühe melken als störrischen, selbstbewussten Grautieren ein freies sinnvolles Leben zu ermöglichen.
Diese ganze Besorgnis atmet den Geist der Scheinheiligkeit zur Verschleierung des unbedingten Herrschaftsanspruches im Geiste alles zerstörenden Profitgehabes.
Es bleibt eben einträglicher als Wirtsleute, Rechnungen zu präsentieren als selbstbestimmte Lebensweise zuzulassen.
Wir dürfen ihnen diese Menschen verachtende Handlungweise nicht durchgehen lassen; schließlich führt sie auch schon in Friedenszeiten zum Tod unschuldiger Menschen.
Wie heißt ein passender Wahlspruch: Wage selbst(!), zu denken bzw. Wage, selbst zu denken. Und dann natürlich auch entsprechend zu handeln.
Zum Glück gibt es auch solche Jugendliche: Man denke an die Klimaaktivisten oder die wachsende Zahl von friedensbesorgten antikriegsbewussten jungen Menschen.
Sie wollen bestimmt nicht in den Tod tanzen.
Eigentlich ganz gute Vorbilder!

UMFRAGEN zu unserer Gesellschaft:
Was sie mit uns machen sollen/ wollen/ könn(t)en! (5)

Es gibt ja den berühmten Ausspruch des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill:  „Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“.
In dieser Aussage steckt viel Wahres. Einmal soll sie zum Ausdruck bringen, wie wichtig es ist, Statistiken und Schaubilder mit Skepsis zur Kenntnis zu nehmen; genau zu lesen, hinzuschauen und nicht nur das Zahlenwerk als gegeben hinzunehmen sondern auch zu überprüfen. Das gleiche gilt für die dargebotenen Interpretationen. Genauestes Lesen und dabei hinter die Kulissen des Interpretierten schauen. Ohne solches Vorgehen bleibt alles Schall und Rauch!
Warum Churchills Haltung zielführend sein kann, tatsächlich sogar zielführend ist, zeigt ein Beispiel der jüngsten Vergangenheit.
Dieser Tage erschienen Umfrageergebnisse zweier renommierter deutscher Unis zur Thematik „Verteidigung und deren Finanzierung“ und zu „Dienst an der Waffe und Aufrüstung“. Diesen Ergebnissen wurde selbst von einem Autor des kritischen Onlinemediums NDS (NachDenkSeiten) konzediert, man müsse den Ergebnissen das Siegel „seriös“ verpassen.
Ein bedauerlich negatives Ergebnis für die Friedensbewegung, aber so sei es nun mal: So die resignative Haltung des zuständigen NDSAutors.
Soweit, so interessant.
Bleibt aber, wenn man mal Churchills Haltung zugrundelegt, die Frage, ob der NDSAUTOR, vielleicht unbewusst, Wichtiges übersehen hat bei der Vergabe des Gütesiegels „seriös“.
Bei genauerem Hinsehen wird der/die  Leser/in tatsächlich fündig! Denn der jeweils vorgegebene Tellerrand sollte als Grenze von uns nicht akzeptiert werden; zumindest sollte der Blick darüber hinaus von uns nie aus den Augen verloren und immer angewendet werden.
Greifen wir zunächst den Begriff „Verteidigung“ heraus. Ein vor Jahren noch mit der Auffassung verbundener Begriff, man brauche sie und sei dafür eigentlich ganz passabel ausgestattet in unserem Land und man habe sie ja.Inzwischen hat dieser Begriff aber eine ideologische Wendung verpasst bekommen: Er soll die Begriffe Kriegsbereitschaft und Kriegstüchtigkeit, die in der Bevölkerung nicht durchgehend auf Zustimmung gestoßen sind, ersetzen bzw. verschleiern.
Wenn man nämlich nach Verteidigungsfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit fragt, ist der/die Befragte eher auf einer anderen Schiene unterwegs; wer möchte sich nicht verteidigen, wenn Gefahr droht. Und schwuppdiwupp wird einer Verharmlosung der wirklichen Absichten das Wort geredet. Ferner wird von den Umfragenden völlig vernachlässigt, wenn nicht gar bewusst unter den Tisch fallen gelassen, dass „Verteidigung“, richtig verstanden, zB auch, vielleicht sogar zuvörderst(!), aktive diplomatische Friedenspolitik ist und nicht Säbelrasselei.
Da kann eine Umfrage noch so seriös daher kommen, aber so verbleibt  sie völlig im Mainstream, unterstützt sogar die Regierung per „objektiver“ Ergebnisse. Und vernachlässigt im Sinne demokratischer Teilhabe kritisch-alternative aufklärerische Komponenten. Dieses Manko hat der Autor der NDS anscheinend nicht wahrgenommen, weil er sich den vordefinierten Denkschablonen „unterworfen“ hat.
Nehmen wir noch ein weiteres Beispiel, nämlich das der Frage nach der „Notwendigkeit“ des „Wehrdienstes“.
Prozentual gesehen, so wurde in der repräsentativen Umfrage festgestellt, sei die Bevölkerung mehrheitlich für „Wehrdienst“. Resignierend vermerkt der NDSAUTOR, dass die „Friedensbesorgten“ ein solches Ergebnis nur mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen könne.
Wohl wahr, möchte man ihm zustimmen, aber wieder macht ein interessantes Detail das Umfrageergebnis zumindest hinterfragenswert, wenn nicht gar fragwürdig: Die angegebenen Prozentzahlen stimmen in ihrer absoluten Aussage. Aber, so fragt sich der/die Interessierte: Warum werden die nicht nach Alterskohorten aufgeschlossen, dargeboten und interpretiert? Liegt es evtl daran, dass eher ältere Nichtbetroffene für den Wehrdienst sind, jüngere Betroffene einfach unter den Gesamtprozentsatz subsumiert werden und so das „demokratisch-mehrheitlich“ „repräsentative Ergebnis“ einer demokratischen Mehrheit präsentiert werden kann? Und Mehrheit ist nun mal Mehrheit in einer Demokratie! (Wenn das mal immer so einfach wäre!)
Und wieder haben wir ein Umfrageergebnis, das dem Mainstream angeblich entspricht bzw ihn entsprechend verstärken soll.
Die Beispiele ließen sich vermehren, zB auch im Hinblick auf die Frage der Finanzierung der gegenwärtigen Rüstungsvorhaben, wo es doch den Umfragenden tatsächlich gelingt, aus den Befragten „rauszukitzeln“, dass ohne Einsparungen in anderen Bereichen eine solche Finanzierung nicht möglich sei. Aber sie sei ja nötig; dann müsse eben wo anders gespart werden.
Bravo, werden da die Regierenden rufen, unsere Dauerpropaganda zeigt Wirkungen. Wenn sich die Melkkühe später mal beschweren, können wir ihnen diese Umfrage zum Nachlesen geben. Was wollt ihr eigentlich, ihr wolltet doch gemolken werden!     
Und schon wieder „vernachlässigt“ in der Umfrage die kritische-aufklärerische Kompenente. Die hätte zum Beispiel darin bestanden, nach  alternativen Finanzierungsmodellen zu fragen oder überhaupt die Prioritätensetzung Geld für Rüstung statt … zu problematisieren.
Was lehrt uns das alles?
Dass wir eingedenk der churchillschen Maxime jede, aber auch wirklich jede uns vorgesetzte Umfrage be- und hinterfragen müssen, wenn wir wissen wollen, was damit bezweckt werden soll: Ein weiter so/Ein folgt uns. Wir wollen nur Euer „Bestes“/ Ein:Und die Regierung hat doch recht/ Ein: Was haben die eigentlich mit uns vor/Ein: Immer schön ruhig bleiben sonst gibt’s was auf die Mütze… Letztlich also: Dient das Ganze wirklich unseren Interessen oder werden wir evtl. vergackeiert?
Denn den Maßstab, den wir benötigen, um Churchills Haltung einzunehmen und uns eine Meinung bilden zu können, haben wir alle. Er lautet: Dient das, was da veröffentlicht wird ,der  einzig lebenswerten Maxime „Frieden, Freude, Eierkuchen“ oder sollen wir mit dem Nasenring durch die, evtl. sogar tödliche, Arena gezogen werden?
In diesem Sinne mein Appell:     
Immer schön skeptisch bleiben und sich den zu einem friedlichen und solidarischen Leben notwendigen Maßstab nicht wegmanipulieren oder umpolen lassen!
PS: Zu den mehr allgemeinen Überlegungen in obigem Artikel haben mich die Ausführungen(Mission Gehirnwäsche) des NDSAutors Tobias Riegel von Ende Januar dieses Jahres bewogen, der sich mit einem Umfrageergebnis beschäftigte, welches in den Forschungsberichten des ifo Instituts in München erschienen ist; der Text, um den es bei seinen Ausführungen geht, ist auf der  Website des Instituts als PDF-Datei verfügbar. Das Stichwort zum Suchen und Herunterladen sowie Nachlesen und Vergleichen hat die Überschrift „Gefahr im Verzug“.

Broligarchie – und alles is hie…(6)

Eines pfeifen inzwischen schon die Spatzen von den Dächern:                
Unter Oligarchie wird diejenige Regierungsform verstanden, in der eigennutzorientierte Reiche oder Großunternehmen das politische Geschehen bestimmen.  
Die Verbandelung von Wirtschaft und Politik kann nicht klarer zutage treten.
In den USA, wo meist vorweggenommen wird, was dann mit mehr oder weniger Verzögerung  über den Großen Teich zu uns rüber schwappt, offenbart sich seit geraumer Zeit ein starker Auswuchs des Baumes Oligarchie.
Im Medien- und Politikgeschehen wird er mit folgender Begrifflichkeit gefasst: Broligarchie.  
Dieser Name für diesen maßgeblichen  „Seitenzweig“  der Oligarchie setzt sich zusammen aus dem Wort Oligarchie und dem Slangwort „Bro“, einer Verkürzung der Vokabel „Brother“.
Und was Wunder, das ganze Phänomen wurde vor aller Augen offenbar mit der Präsidentschaft des Oligarchen Trump und dessen Faible für das Silicon Valley und die dort herrschenden Techtinanen, die da heißen: Elon Musk (Tesla und X), Mark Zuckerberg (Meta), Sergey Brin und Sundar Pichai (Google), Jensen Huang (Nvidia), Sam Altmann (Open AI), Satya Nadella (Microsoft), Jeff Bezos (Amazon), Larry aEllison (Oracle) und   last but not least: Peter Thiel(Palantir/PayPal). 
Diese „Brothers in Oligarchy“ eint ein großes Ziel:
Zusammen mit und unter Trump, eine Welt nach ihrem Bild zu schaffen, eine Welt der technologischen Glückseligkeit: KI – Gesteuert, softwaregehändelt, rundum gepämpert mit guter Laune und BROTHERGEHORSAM, leicht händelbar, unhinterfragbar,   jubelintensiv und steuerbar und, besonders wichtig für alle Durchmarschpläne: OPPOSITIONSBEFREIT! 
Wenn wir diesen geplanten und momentan in Szene gesetzten Kapitalisten-Durchmarsch widerstandslos zulassen, werden wir dafür natürlich belohnt: 
Mit noch mehr täglichen Seifenopern , mit noch mehr Gewaltspielen und – filmen zum Auf – und Abbau von Aggressionen , mit superindividualisierten Musik- und Konsumangeboten, mit allerbilligsten Steamingdiensten und, damit wir auch wirklich still halten, vielleicht sogar eines Tages mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, das uns das Nötigste zum Existieren  erwerben lässt, und evtl auch mit  „Arbeitsangeboten“, die wir zur Aufstockung des Grundsalärs evtl gar nicht werden ablehnen können…    
Das wäre dann die schöne neue Technik(er)lebenzukunft, die uns ein sorg(en)loses Dasein vorgaukeln würde, in welches wir, perfekt eingelullt, wahrhaftig zu den nützlichen Idioten geworden wären, an deren Entstehen die Broligarchie derzeit mit aller (Manipulations) Macht arbeitet – mit Mr. Trump als Galionsfigur und zum Nutzen der aufgezählten technik- und überwachungsgeilen Kapitalgeber und  -einheimser!
Als Köder oder Bonus wird uns vielleicht in gar nicht allzu ferner Zeit venezolanisches Billigöl aus USamerikanischer Hand angeboten werden, damit wir nicht nur billig tanken können, wir können es uns außerdem schön heimelig machen in unseren vielfach noch immer ölbeheizten Wohnungen – Klimakrise hin, Klimakrise her.
Der Ober-Broligarch sorgt für uns – und, nicht nur nebenbei, letztlich vornehmlich für seinen Profit!
Wie lautete nochmal die Überschrift zu diesem Artikel …

Lassen wir uns nicht hinters Licht führen! (7)

Egal ob zu Wahlzeiten oder „Zwischenwahlzeiten“, seit der von Olaf Scholz (auf Anraten eines wohl falkisch gesinnten Beraters) ausgerufenen „Zeitenwende“ werden wir jeden Tag von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einerseits in ein Dauerangstverhalten getrieben adererseits permanent hinters Licht geführt. Dieses „Hinters-Licht-Führen“ gestaltet sich von PolitikerInnenseite aus in Zeiten der Allroundkriegsertüchtigung(!) in etwa folgendermaßen:               
Zunächst einmal wird jeden Tag eine andere „Sparnotwendigkeits-Sau“ durchs Dorf getrieben.   Jede hat einen anderen Namen aber der Grund für ihre Aufpäppelung und auch die Begründung für ihr Vorhandensein ist immer die gleiche: Es fehle an genügend Geld!
‚Zunächst zu den „Säuen“ und ihren   Namen. Sie werden zB bezeichnet als: „Pflegekräftemangel“, „LehrerInnenmangel“, „Kitaplatzmangel“, „Frauenhäusermangel“, „ErzieherInnenmangel“, „VerbraucherInnenberatungsstellenmnagel“, „DemokratischeInitiativenUnterstützungsmangel“, „Jugendarbeitsförderungsgeldmangel“, usw. usw.
Wo möglich und sinnvoll, kann die Endung „mangel“ ersetzt werden durch „schließung“ oder „notstand“.
Diese „Mängelliste“ wird unterfüttert, und dabei spielen die maßgebenden Medien mit, mit der bereits genannten hanebüchenen Erklärung, ohne Sparzwang gehe gar nichts, weder in den Kommunen, noch beim Land und auch nicht beim Bund.
Da diese Begründung als tagtägliches Mantra die Lüfte verpestet, zeitigt sich der gewünschte Erfolg solcher Litaneien in einem zunehmenden mürbe werden von uns allen. Mit der letztlich von den Verantwortlichen erhofften resignativen „Einsicht“ von uns allen, zumindest von der Mehrheit:  „Wir werden wohl alle den Gürtel enger schnallen müssen, schließlich sind wir ja kampferprobte „Schwäbische Hausfrauen“ und die wussten schon immer, wie eiserne Disziplin beim Sparen helfen kann“.
Wir dürfen uns weder von dieser Zermürbungstaktik noch noch von der damit hervorgerufenen Resignation überwältigen lassen.
Gegen solche Überwältigung unserer Herzen und Köpfe hilft nur eine „Medizin“: Wissen, das uns dagegen wappnet, Fakenews zu verfallen. Denn Fakenews sind es, die hinter der Zermürbungspropaganda der politisch Verantwortlichen stecken.
Die derzeit wichtigste Fehlinformation, der wir ausgesetzt sind, ist die angeblich alternativlose Aufrüstung und die damit im Zusammenhang stehenden Militarismusbestrebungen: von der „Heimatschutztruppe“ über das DRK, das THW, die Feuerwehren und Krankenhäuser bis zu den modernsten und „natürlich“ todbringenden Marschflugkörpern. Ein Milliardengrab!
Solche desaströsen, nicht unseren eigentlichen Interessen entsprechenden Vorhaben, kosten Geld ohne Ende. Und da das „Sondervermögen“ für militärischen Mumpitz vorgesehen ist, soll uns das Geld für das eigentlich Wichtige aus den Rippen geschnitten werden. Wie das funktioniert, wurde weiter oben beschrieben: Schweinerudel Marsch!
All diese manchmal verdeckten, manchmal versteckten, meist absichtlich verschleierten Zusammenhänge sollten wir nicht aus den Augen verlieren und den Verantwortlichen immer wieder deutlich machen, dass wir nicht in einem ein Land leben wollen, das sich in unverantwortliche Weltmachtabenteuer auf unsere aller Kosten stürzt und dessen PolitikerInnen bereit sind, uns dafür auch noch mit unserem Leben bezahlen zu lassen. Dazu wählen wir sie nicht!
Ihr Job ist nicht, uns in eine Kriegsmangelwirtschaft mit unabsehbaren Folgen zu stürzen, sondern mit Geduld und Spucke das friedliche Zusammenleben unter den Völkern zu fördern und uns damit ein friedliches Leben in Freiheit und echter Demokratie zu ermöglichen.
Hauen wir ihnen mit dem Rohrstock auf die Pfoten und fordern sie zur Umkehr auf. Uns mit Angstmache und Fakenews auf falsche Pfade zu locken, um so unser sauer verdientes Geld sinnlos verplempern zu können, erfordert heftigen demokratischen Widerstand  von uns allen, und zwar tagtäglich bei jeder Demo und Gelegenheit!

Resilienzerei gratis! Anmerkungen zu einer „Spezialoperation“ (8)

Die Zielsetzung ist klar: Alle strukturwichtigen Organisationen fit machen für den nächsten Krieg. Zu diesen Organisationen gehören u.a. Krankenhäuser, Feuerwehren, Hilfsdienste wie das THW und alle Ersthelferorganisationen, sprich, DRK und Co; außerdem dem gibt es auch kriegswichtige Firmen, technikaffine Weltraumforschungszentren usw. usw.
Damit dieses Fitmachen nicht gar so martialisch daher kommt, bedarf eines Verschleierungsbegriffs, und der heißt: Resilienz!
Um diese umsetzen zu können, gibt es die „Resilienz-Analyse“. Da eine solche Analyse recht teuer werden kann, gibt es Initiativen, die mit derart niederschwelligen Angeboten, daher kommen, dass ihre Dienste gerne in Anspruch genommen werden.
Eine solche ist die des SPD-geleiteten Wirtschaftsministeriums in Hessen:                                       
Es bietet kostenlose anonyme ResilienzChecks an und darauf basierend konkrete Resilienz-Vorschläge.
Um „resilient“ zu werden, gilt es, ca. 60 Fragen zu beantworten, mit denen der Betrieb durchleuchtet wird. Auf Grundlage  der Antworten findet dann die Beratung online statt.             
Der Betrieb muss dann nur noch umsetzen, was ihm an Resilienz-Vorschlägen „völlig kostenfrei“ ins Haus geliefert wird.
Eine, wie heutzutage so schön gesagt wird, „Win-Win-Situation“ (WWS)!
st das aber wirklich so. Ich hege, ehrlich gesagt, gewisse Zweifel an dieser „WWS“.
Eine für mich interessante Gegebenheit nährt diese Zweifel:                                                              
In dem hessenschau-Bericht vom 17. Februar saß bei der Vorstellung der Initiative des Wirtschaftsministers auch ein Brigadegeneral mit auf dem Podium. Genau dieser durfte dann auch in die Kamera schwadronieren, wie wichtig es sei, dass jede/r etwas zur „Gesamtverteidigung“ beitragen müsse und könne, seien es Einzelpersonen, seien es Firmen; es gehe um unser aller „Verteidigung“ und auf dem Weg dahin, sei diese App ein erster Schritt.
Damit war die ResilienzKatze aus dem Sack. Wer wollte, konnte erkennen, dass es auch bei diesem Angebot, um die vielbeschworene „Kriegsertüchtigung“ der deutschen Bevölkerung geht. Denn, wenn morgen der Russe an die Tür klopft, muss jede/r bereit sein!
Es kann also gar nicht von einer „WWS“ die Rede sein. Die, die nämlich von solchen „kostenlosen“ Angeboten hauptsächlich profitieren, sitzen in den Planungsstäben des“Verteidigungsministeriums“.
Schließlich weiß doch in Zeiten wie unseren jede/r, dass selbst „anonym“ erhobene Daten beste Infos liefern können zu „Schwachstellen“ in unserem Land, bei denen es anzusetzen gilt, um die ins Auge gefasste „Kriegstüchtigkeit“ zu etablieren.
Ich gehe jeden Wette ein, dass solche „kostenlosen“ Angebote in Kürze in allen Bundesländern das Licht der Welt erblicken werden oder vielleicht schon erblickt haben. Schließlich geht es um das „Schicksal“ unseres ganzen Landes.
Wer in Zukunft Opfer bringen soll, soll zumindest vorher die kostenlose(!?)„Resilienzfürsorge“der „KriegsertüchtigerInnen“ unseres Landes genossen haben… 

Das Venezuela Menetekel! Für welche Wände noch? (9)

Anmerkungen zu einem Politikum
In allen Gazetten wurde verkündet: Maduro, dieser sozialistische Alleinherrscher, führe sein Land in den Abgrund. Sogar die oppositionelle venezuelanische Nobelpreisträgerin Maria Corina Machado schrie nach Hilfe aus den USA.
Die schreckliche Madurozeit müsse beendet werden: „Help, Mr. President, help!“
Nichts tat er lieber, der „Hinterhofimperator aus den USA“.  Schwuppdiewupp wurde Maduro in einer Nacht- und Nebelaktion in die USA entführt und mit fadenscheinigen Gründen vor Gericht gestellt.
Und die Weltöffentlichkeit konnte mal wieder aufatmen: Endlich wieder eine von einem sozialistischen Beglücker befreite Zone!
Gut, die von Trump befohlene Aktion verstieß eindeutig gegen das Völkerrecht; aber es ging um den Kampf gegen einen sozialistischen Unterdrücker. Da muss man fünfe schon mal gerade sein lassen. Und entsprechend fielen die Urteile gegen Trumps Willkür teilweise recht moderat aus, zumindest in der neoliberal ausgerichteten Presse.
Grundtenor: Das Trumpelstilzchen hat eigentlich das Richtige getan; eben nur mit den falschen Mitteln. Die Börsenkunden konnten angesichts der zu erwartenden Ölschätze die Sektkorken knallen lassen und wir, die kleinen Leute aus dem gemeinen Volk, sollte denken, dass Mr Trump zwar ein Halunke ist, aber auch, wie in Bayern für solche coolen Typen gerne anerkennend verwendet: „A Hund“
Die Welt war mal wieder von einem Mosaiksteinchen des „bösen Sozialismus“ befreit worden und Trumpelstilzchen hatte schon den nächsten Hinterhofkandidaten auf seiner Liste. Endlich würde es dem nächsten ideologischen Gegner, Kuba, an den Kragen gehen, diesem anderen sozialistischen Krebsgeschwür auf der ausgestreckten kapitalistischen Pranke.
Soweit die Erfolgserzählung der neoliberalen Welt im Kampf gegen den „sozialistischen Drachen“.
Aber Wesentliches wird bei all diesen Märchenerfindungen unterschlagen. Nämlich die Tatsache, dass der angeblich den Untergang herbeigeführt habende Sozialismusversuch sich gar nicht erst entfalten konnte, weil nämlich das brutale kapitalistische USRegime todbringend gegen das Völkerrecht auf freie Selbstbestimmung verstoßen hatte. In seinem von ihm so definierten Hinterhof ist Emanzipation jeglicher Art verboten und wird rücksichtslos bekämpft.
Im Falle Venezuelas gestaltete sich dieser existenzvernichtende Kampf in etwa folgendermaßen: Chavez und Maduro, die eigentlich „das Gute“ wollten für „ihr Volk“, konnten zwar einige ansehnliche Erfolge erzielen im Kampf gegen Armut und Analphabetismus und für Gesundheitsvorsorge.
Aber beide versäumten,  mit den aus den Ölgeschäften erwirtschafteten Gewinnen wirtschaftlich eigentlich notwendige „Rücklagen“ zu schaffen. Zugleich wurden, wie bei sich von der Basis gelöst habenden Autokraten üblich, Gelder eingesetzt, um für die jeweils vorhandene Führungsschicht Pfründe zu bedienen und ökonomisch fachliches Personal kam nicht zum Zuge, weil wichtige Ministerposten statt mit sachkundigen Personen mit Prestigepersonal besetzt wurde. Misswirtschaft war eine Folge.
Auf dieser Grundlage war es dann mehr oder minder „einfach“ für die politischen Gegner mit populistischen Kampagnen und desaströser Unterstützung durch die Hinterhofaufräumer, Antisozialismusideologen und Profitmächte aus den USA durch Aufstandssteuerung und wirtschaftliche Boykottmaßnahmen der Regierung Maduro den Todesstoß zu versetzen.
Die ökonomischen Boykottmaßen konnten u.a. deshalb teilweise tödliche Wirkung entfalten, weil sie auf einen misswirtschaftlich „vorbereiteten“ Boden fielen. Somit konnte auch die weltweite Hetze gegen „sozialistische Misswirtschaft“ Fuß fassen und der derzeitigen Legende Vorschub leisten, an allem sei der Sozialismus schuld.
Statt dessen zeigen aber eindeutige Untersuchungen des aus Venezuela stammenden, heute in Denver lehrenden Ökonomen Francisco Rodriguez, dass der Niedergang in Venezuela jeweils zur einen Hälfte dem oft unsachgemäßen Umgang der Regierungen Chavez und Maduro mit ökonomischen Gegebenheiten, verbunden mit der unsäglichen Pfründerei, zu erklären ist und zur anderen Hälfte mit den schon erwähnten gezielten wirtschaftlichen und ideologischen Boykottmaßnahmen der USA.
Machen wir uns nichts vor: Das nächste Opfer dieses ideologieverbrämten Raubtierkapitalismus soll Kuba werden. Der Protagonist dieser ökonomischen Spezies, Donald Trump, hat die Fallbeile schon geschärft.
Fraglich ist allerdings, ob es in Kuba auch eine so gegen die Interessen des eigenen Volkes arbeitende Opposition geben wird wie in Venezuela. Vielleicht gibt es noch einmal eine Solidaritätsbewegung für Kuba, die das schlimmste verhindern kann. Realistisch betrachtet scheint dem jedoch nicht so, da es seit dem Ende der SU keinen wie auch immer gearteten sich sozialistisch verstehenden Gegenpol zum weltweiten Raubtierkapitalismus gibt.
PS 1: Zum tieferen Verständnis des venezolanischen Menetekels sei auf folgende Veröffentlichung verwiesen: Francisco Rodriguez: The Collapse of Venezuela… 2012 – 2020; veröffentlicht by the University of Notre Dame,  Indiana 2025
PS 2: Dass die MAGAS und ihr Oberhaupt gerade den Iran zugrunde bombardieren, ist lediglich ein weiterer Hinweis darauf, dass bei der geplanten Unterordnung der Welt unter us-amerikanische Kuratel derzeit kein Staat sich in Sicherheit wiegen kann – außer er lässt sich auf untertäniges Vasallentum ein (ein Künstler darin heißt übrigens Friedrich Merz) oder er kann mit intakten Atomwaffen Paroli bieten, wie China, Russland, Indien, Pakistan oder Nordkorea.

Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen!
Gedanken zu einer häufig benutzten Äußerung (10)

Den im Titel genannten Ausspruch kennt jede/r; meist sogar mit dem Zusatz: „Das kannst Du mir wirklich glauben!“
Genau da liegt allerdings schon der „Hase im Pfeffer“. Denn wozu diese zusätzliche Bekräftigung, wenn doch die eigene „Augenschaft“ überaus deutlich bekundet wird?
Denkt der Augenzeuge, man glaube ihm ohne Bekräftigung nicht oder hat er die Erfahrung gemacht, dass dieser Aussage nur dann geglaubt wird, wenn sie „doppelt gemoppelt“ daherkommt?
Wir können nur mutmaßen.
Allerdings scheint dieses Phänomen der Doppelung auf einen Sachverhalt zu verweisen, der in Polizeikreisen mit der Erfahrung gefasst wird: Frage zwei Augenzeugen und du hast drei Auswahlmöglichkeiten, was wohl stimmen könnte.
Auf jeden Fall kann konstatiert werden, dass der angesprochene Sachverhalt in die Zeit unseres analogen Daseins verortet werden kann.
Spannender und noch ungewisser wird angemaßte oder tatsächliche „Augenzeugenschaft“ im derzeitigen digitalen rundum vernetzten Zeitalter. Denn da schwirren „authentische“ Sachverhalte aller Art durch den vernetzten Äther, dass einem schwindlig davon werden kann und sich einmal mehr Fragen stellen können, wie: Was ist echt, was evtl. Fake? Wie überprüfe ich das? Kann ich das überhaupt überprüfen? Wem kann ich glauben, wem nicht?
So stellt es sich dar, das Dilemma unserer schnelllebigen, inzwischen sogar mehr und mehr durch dubiose KIs überfluteten, Zeit!
Maßstäbe müssen her, um den VerwirrungsstifterInnen und FakenewsverbreiterInnen auf die Schliche zu kommen. Ansonsten verenden wir im schwarzen Loch der Dauermanipulation und verwechseln die „schöne Welt des Scheins“ mit realer Existenz. Die Katastrophe wäre vorprogrammiert: Eine hirnlose Spezies auf der Dauerjagd nach vermeintlichem Glück, rundum verfügbar und lenkbar für die Trumps und die Techgiganten dieser Welt.
Dieser als Paradies getarnten Hölle zu entrinnen, helfen uns einzig und allein klare Ziele und Maßstäbe.
Einige davon seien im Folgenden aufgezählt:
* Nachrichten und Bilder oder Videos aller Art nicht umgehend vertrauensselig verbreiten (Auch „seriöse Quellen“ können irren oder auf Fakes hereingefallen sein!)
*Zeit für eigene Recherche geht unbedingt vor VerbreitungsSchnelligkeit.
*Wie wir wissen, sind 50 Prozent der KI-Informationen eher im Lügenbereich zu verorten; also der KI gegenüber immer besonders skeptisch bleiben und gegenchecken.
*In besonders intensiven Propagandazeiten wie den unseren ist Vertrauensseligkeit in die sogenannten öffentlichen Medien völlig unangebracht.
Siehe den kürzlichen Fauxpas(?) der tagesschau, die eine Beifall spendende Exkanzlerin Merkel im Zusammenhang mit der Wahl von Friedrich Merz zum CDU-Vorsitzenden gezeigt hatte und dann ergab  eine Recherche, dass Frau Merkel zum Zeitpunkt der Bekanntgabe von Merzens hohem Wahlergebnis gar nicht mehr in der Versammlung anwesend war; laut Bericht genau diese Situation aber zu sehen war. So etwas kann kein Zufall sein. Da wurde wohl geschnitten, was das Zeug hält; man könnte auch sagen manipuliert.
Wobei das Erste da kein Alleinstellungsmerkmal aufzuweisen hat. 
Im ZDF-MOMA äußerte die Moderatorin Hayali am 3. März gegenüber einem Politikwissenschaftler die apodiktische Ansicht, der Iran sei ein „völkerrechtswidriges Regime“ und „dafür gebe es zahlreiche Belege“. Mit dieser Aussage insinuierte sie, dass der tatsächlich völkerrechtswidrige Angriff der USA und Israels auf ein so einzuschätzendes Regime rechtens sei. Das ist allerdings beides Humbug, denn nach dem Völkerrecht ist eine Regierung als legitim anerkannt, wenn sie von den in der UN vertreten Ländern anerkannt wird und entsprechend Botschafter ausgetauscht werden, was beim Iran der Fall ist; bei aller berechtigten Empörung über diese sogenannte „Islamische Republik“. So etwas  muss eine von uns als seriös eingeschätzte und geachtete Journalistin wie Frau Hayali wissen. Desinformierende Behauptungen helfen bei der Klärung komplizierter Sachverhalte nicht weiter. Auch Manipulation?                                        
Und so gilt das alte lateinische Sprichwort auch und gerade in unserer Zeit: 
„De omnibus dubitandum est“; frei übersetzt: „Zweifle an allem“!
Für mich gilt diese uralte Erfahrung in leichter Abwandlung wie folgt: 
Schaue dir jegliche Meinungsäußerung von Interessenvertretenden und Meinungsbildenden genau an, beurteile sie nach strengen und nachvollziehbaren Merkmalen und ziehe dann entsprechende Folgerungen daraus – auf Grundlage der folgenden Basisfragen:
*Dient das, was da gesagt, gezeigt oder getan wird, wirklich dem Ziel und der Erhaltung einer friedlichen Welt?
*Soll ich mit diesen Infos in eine Richtung gebracht werden, die Frieden, Freiheit und friedliche Verständigung mit anderen Menschen oder Völkern in Frage stellen oder gar verurteilen?
*Soll mir Angst eingejagt werden, um an Feindschaften zu glauben und soll ich damit von meiner Überzeugung, dass friedliches Zusammenleben das oberste Ziel eines gedeihlichen Daseins ist, abgebracht werden? Mit welcher Absicht?
*Welche sonstigen Interessen könnten hinter dem dargestellten Sachverhalt verborgen sein? Dienen die  geäußerten Aussagen unserer Demokratie und der Gestaltung einer freiheitlichen, menschenwürdigen, basisdemokratischen Gesellschaft oder eher nicht?
Sicher fällt jedem Leser und jeder Leserin noch das ein oder andere Prüfmerkmal ein, zB auch die einzigartige Richtschnur, die uns aus der Bibel überliefert ist: die Bergpredigt.
Denn eines ist sicher: Aussagen wie „Das habe ich mit eigenen Augen gesehen“ oder „Das haben die doch im Fernsehen gezeigt“ oder „Das kannst Du Dir ja selbst mal auf YouTube anschauen“ (oder „Ich meine es wirklich(!) ernst“ sowie „Dazu gibt es keine Alternative“) bedürfen eigentlich regelmäßig und per Gewohnheit unsererskeptischgrundierten,menschlich undbasisdemokratischsowiesolidarischgefestigten Überprüfung.  
Wenn wir nicht im „Wunderland der Manipulationen“ untergehen wollen!

GNADENLOSE ELITE (11)

Angst/mache als Schmiermittel im Maschinenraum der Macht_Politik
Eine Betrachtung

Sie kennen keine Gnade, die Vorbereitenden und Erprobenden autoritärer Strukturen und Verhältnisse in unserem Land.
Vor Jahren konnten sie, wohlwollend beurteilt,  als Coronagetriebene gesehen werden, heutzutage können sie als KriegsertüchtigerInnen identifiziert werden.
Was ist ihr Vergehen?
Sie gehen rücksichts- und gnadenlos mit den jungen Menschen in unserem Lande um; für teils offen artikulierte, teils verschleierte, teils undurchsichtige oder auf Fakenews beruhenden Absichten.
Was tun sie, wie tun sie es und was sind die Folgen?
Diese Fragen gilt es zu beantworten, wenn das schon angerichtete Desaster nicht noch größer werden soll.
Beginnen wir mit den Folgen:
Derzeit häufen sich die alarmierenden Nachrichten, dass immer mehr junge Menschen mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, und zwar vom Schüler bis zum Studenten. Die bei den SchülerInnen zu verortenden Probleme, also: Depressionen, Angst vor Versagen, Klimakatastrophenangst, Angst vor Krieg; kurzum: allgemeine Zukunftsangst, werden von renommierten Psychologen und Therapeuten besonders auch auf die den jungen Menschen geschadet habende unverantwortliche Politik während der Coronazeit zurückgeführt.
Damals wurde allen mit einer rücksichtslosen regierungsamtlichen Rigidität große Angst eingejagt.
Vor allem bei den jungen Menschen blieb diese Angstmache nicht in den Kleidern hängen. Ihre Nachwirkungen wurde weiter oben benannt. Heute weiß man allgemein, dass vieles, was damals verordnet wurde, in den Bereich „Humbug“ gehört. So wurde vielen Eltern und ihren kleinen Kindern eingeredet, das Kind könne für Opa oder Oma eine große Gefahr sein, wenn es bei Umarmungen den Virus übertrage. Folge: Völlig verängstigte Kinder wagten keine richtige Nähe mehr zu ihren Großeltern. Wie sollen kleine Menschen so etwas „verarbeiten“. Da sind ja schon Erwachsene teilweise überfordert. Oder die ganze Maskensache. Ein unnötiger Stress, der den SchülerInnen in der Schule zugemutet wurde, verbunden mit der täglichen Angstsituation per Test: Habe ich Corona oder nicht. Eine Daueranspannung, für die jungen Menschen, die sich in ihren Körper eingebrannt hat. Wenn man jetzt noch weiß, dass junge Menschen schon damals in ihrer Immunantwort resistenter in Bezug auf den Virus waren als ältere, wird einem der damals verordnete Wahnsinn noch einmal richtig bewusst.
Zweifel von  Kritikern an diesem rigiden Umgang mit Kindern und Jugendlichen wurden allerdings von den angstgetriebenen und auf Beherrschungsangst setzenden PolitikerInnen ohne Wenn und Aber niedergemacht, gar in den Bereich der lügenhafte Panikmache verwiesen. Die Kritiker wurden mehr oder minder mundtot gemacht und die jungen Menschen mit teilweise unnötigen, teilweise überfordernden Maßnahmen zum Gehorsam gezwungen; mit anscheinend seelischen Schäden, die immer deutlicher zutage treten.
So ist das damals verordnete Homeschooling nicht weniger problematisch zu sehen. Wurde doch vielen jungen Menschen wahrscheinlich ohne Not ein wichtiger Teil ihrer lebenswichtigen Entwicklung genommen: von der Separation und damit mangelndem Sozialkontakt mit Gleichaltrigen, über nicht erlaubte Schulabschlussfeiern bis zu isoliertem Unistudium in den häuslichen vier Wänden.
Während ältere Jugendliche und auch Studierende all die verordneten „Missliebigkeiten“ anscheinend irgendwie „wegsteckten“ (obwohl die vielen Einsamkeitsphänomene nach der Coronazeit bestimmt auch nicht vom Himmel fallen), scheint bei den jüngeren die Nachwirkung dieser Zeit nunmehr in psychischen Erscheinungen zutage zu treten.
Ob die damals und teilweise noch heute Verantwortlichen für diese alarmierenden Befunde zugänglich sind, darf bezweifelt werden.
Wäre es anders, würde genügend Geld für TherapeutInnen, Sozialhilfe, Jugendzentren usw bereit gestellt. Stattdessen  wird genau an diesen „Stellschrauben“ gespart und Geld ohne Ende in das aufs Panier gehobene Projekt Kriegsertüchtigung gebuttert. Und im Rahmen dieser Aktion „Kanonen statt Butter“ greifen die Verantwortlichen schamlos auf die faulen Früchte ihrer Coronapolitik zurück.
Die damals grundgelegte und als Machtmittel gezielt eingesetzte Angstmache wird seit dem provozierten nichtsdestoweniger unsäglichen Angriff Russlands auf die Ukraine rücksichtslos weiter gepflegt und benutzt, um undurchsichtige Weltmachtziele gegen unsere Interessen durchzustechen.
Da es für solche Zielsetzungen zukünftiges Kanonenfutter braucht, ist die Zielgruppe Jugendliche wieder im Visier. Die Methoden sind vielfältig in ihrer Zielsetzung jedoch eindeutig: Möglichst viele junge Menschen dazu  bringen zu glauben, dass es gut sei, in der Armee zu „dienen“, um der aktuellen und auch zukünftigen Bedrohungen unserer Freiheit, ein kraftvolle Antwort entgegen zu setzen. Zumindest wird das so verkauft; zugleich unterfüttert mit unverhohlener Angstmache vor „dem bösen Russen“.
Dieses Angst-Szenario wird tagtäglich aufrechterhalten, obwohl sich jedes kleine Kind an fünf Fingern abzählen kann, was für ein Schwachsinn uns da aufgetischt wird.
Wie soll „der Russe“, der es in vier Jahren noch nicht mal geschafft hat, seine hirnverbrannte „Spezialoperation“ gegen die Ukraine zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, es je schaffen eines Tages an unsere Tür zu klopfen?
Da es darum nicht geht, sondern eher um nicht weniger hirnverbrannte Großmachtideen unserer politischen Elite (Immerhin soll laut Herrn Merz die deutsche Armee zur größten Europas werden), braucht es Soldaten und, schließlich gibt es laut GG das verbriefte Recht auf Gleichberechtigung, wenn möglich, auch Soldatinnen. Der Truppenbedarf kann nur mit jungen Menschen gedeckt werden und deshalb wird mit dem verwerflichen Erbe der Coronazeit weiterhin gearbeitet; egal was die aktuellen Befunde über die zukunftsangstbesetzte Situation vieler junger Menschen  an den Tag gebracht hat.
Das vorrangige Ziel der Regierenden heißt:Kriegsertüchtigung um jeden Preis.
Dass die wirklich „um jeden Preis“ erfolgt zeigen viele aktuelle Phänomene. Einige seien benannt:
* Die Bundeswehr gehört zu den wenigen Armeen weltweit, in denen überaus viele junge Menschen unter 18 Jahren, Minderjährige also, „Dienst“ tun; natürlich mit Einverständnis ihrer Eltern. Für mich unfassbar!
* Die Werbekampagnen zum Eintritt in die Armee gleichen eher den Kampagnen für Abenteuerreisen als dass sie ein realistisches Bild von der „Zukunft“ vermitteln; nämlich der von Töten und Tod, der von posttraumatischen Belastungsstörungen bis zur Berufsunfähigkeit nach Auslandseinsätzen, der von lebenslangen Verletzungen an Gliedmaßen usw. usw.
* Auch Ziel von Rekrutierungsoffensiven ist das immer stärkere Drängen der Armee zu Auftritten in Schulen durch junge hippe gut geschulte Jugendoffiziere, die natürlich ganz neutral (!) über die militärische Gefahrenlage auf der Welt informieren, sodass der mündige(?) Schüler sich ein eigenes Bild machen kann, bevor er sich mit oder ohne Eltern für den als notwendig dargestellten „Dienst in der Armee“ entscheidet.
*Hinzu kommt die immer mehr von PolitikerInnen gewünschte Aufklärung über Gefahren für unser Leib und Leben durch LehrerInnen im Unterricht. Natürlich von der Grundschule an!
*Außerdem gibt es noch die übereifrigen Politiker, die sich, obwohl nie „gedient“, freiwillig zu Wehrübungen melden, der zukünftige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Cem Özdemir, gehört zB dazu. Ein besseres „Vorbild“ kann man sich aus armeelicher Sicht als Gesprächsstoff für Familien- und Stammtischkreise gar nicht wünschen: Migrantenkind wird Ministerpräsident im erzkonservativen Ländle und hat zudem noch erkannt, dass man als „Patriot“ seinem Land dienen muss, mit Haut und Haar!
(Solche Vorbilder braucht das Land: Grünen- und Grünenvergangenheitsleugner mit klarem Kompass für Kriegsertüchtigung, obwohl eigentlich Grüner, aber wohl schon immer einer von der RechtsaußenFraktion. Sie nennen sich „Realos“, obwohl sie von der Realität so weit entfernt sind, wie die Störche von der südlichen Sonne, wenn sie Afrika verlassen haben.)
* Schließlich gibt es auch noch die „Heimatschutztruppen“, die den jungen Leuten ganz hautnah, sozusagen vor Ort, als Einstieg ins patriotische Abenteuer verkauft werden können.
* Und wenn alles nichts fruchtet, wird noch die Peitsche der Wehrerfassung geschwungen. Sie kreist seit Beginn dieses Jahres über den Köpfen der jungen Menschen. Zumindest werden sie damit gezwungen, sich mit dem ganzen militärischen Gesumse hautnah zu beschäftigen.
Wir sehen, die Kriegsertüchtiger beherrschen ihr Geschäft.
Und damit die jungen Leute nicht gar zu übermütig werden, gibt es ja für den Fall des Falles die Erfüllungsgehilfen, die ihnen etwas Feuer unter den Hintern machen.
In unserem Fall ist der beispielhafte Renitenzjäger ein Gymnasialdirektor aus dem Ländle, genauer gesagt aus der Landeshauptstadt Stuttgart; er ließ es sich nicht nehmen, den jungen Leuten aus seiner Oberstufe, die es gewagt hatten, während der Unterrichtszeit am bundesweiten Schülerstreik gegen die geplante Wehrpflicht teilzunehmen, ordentlich die Leviten zu lesen und ihnen im Wiederholungsfall mit schwerwiegenden Konsequenzen zu drohen.
Außerdem belegte das Ordnungsamt die „Schulschwänzer“ für ihr Vergehen mit 20.- Strafe pro Person.
Wer sich während der Schulzeit für Frieden und gegen Krieg einsetzt, gehört schon mal bestraft, damit er weiß, wo der Zeitenwendehammer hängt; seinen zukünftigen neuen Ministerpräsidenten wird die patriotische Tat des Herrn Direktors wahrscheinlich freuen. Realos offenbaren sich durch Tatkraft; man könnte auch sagen, sie greifen durch und setzen Zeichen!
Eines halte ich allerdings für fragenswürdig: Mich würde schon interessieren, ob dieser Gymnasialdirektor die demonstrierenden Schüler von Fridays for Future auch per ordre de Mufti an die Kandare gelegt hat?
Unabhängig davon ist es natürlich ein Skandal, dass ein Lehrer, der aus  unserer Vergangenheit wissen muss, wohin blinder Gehorsam führen kann, Schüler für ihr friedenspolitisches Engagement abstraft.
(Aber er hat natürlich eine Ehrenkunde verdient von seinem Dienstherren mit dem Titel: „Bester Staatsdiener und Patriot des Landes Baden-Württemberg“. Die kann er sich dann gerahmt über seinen Schreibtisch hängen. Denn wer die Zukunft der Jugend im Blick hat, bedarf des höchstmöglichen Lobes.)
Trotz allem stimmt optimistisch, dass es SchülerInnen gibt, die der weit verbreiteten durch Corona beförderten Lethargie und Angstmache nicht verfallen oder sich vielleicht sogar durch die Erfahrung der kraftspendenden Solidarität aus diesem Sumpf befreien konnten und für Frieden und gegen Kriegerei auf die Straße gehen.
Die Kriegsertüchtiger sollen wissen, dass ihr verwerflicher Umgang mit unseren Enkeln, Kindern und Jugendlichen keine Zukunft haben wird.
Stehen wir unserer Jugend bei, bei ihrem Streben nach Verwirklichung in Frieden und Freiheit!
Als Kanonenfutter für undurchsichtige und auch nicht in unserem Interesse liegenden Großmachtphantasien sollten wir sie den  sich „staatstragend“ und „verantwortungsbewusst“ gebenden, aber im Prinzip auf Angstmache setzenden, PolitikerInnen nicht ausliefern!

Amoktaten von jungen Menschen Die falsche Alternative (12)

Überlegungen zu einem unerträglichen Phänomen
Es geht ja immer wieder ein großes, meist von Unverständnis geprägtes, Kopfschütteln durch die Welt, wenn mal wieder eine Amoktat ihr schreckliches Haupt erhoben hat, sei es in einer Schule, im öffentlichen Nahverkehr, in einem anderen öffentlichen Bereich.
Zugleich werden fast immer die gleichen Fragen gestellt: Wie konnte das passieren? Hat das denn niemand kommen sehen? Was ist denn das für ein Idiot? Was geht denn in diesem Kopf eigentlich vor? Haben sie dem ins Gehirn geschissen?
Fragen über Fragen, die letztlich die Hilflosigkeit zeigen, mit der wir solchen Taten gegenüber stehen. Denn ihre Beantwortung führt uns oft nicht weiter als bis zum nächsten Fall.
Ein Blick hinter die Kulissen kann uns evtl. weiterhelfen, das Zustandekommen solcher Taten nachzuvollziehen. Zeigt sich doch meist, dass die jeweiligen Täter vor der Ausführung ihrer Tat oft schon in die persönliche Isolation gegangen sind, sich von ihrer Umgebung abgewendet haben, ohne Sozialkontakte in ihrer Abkapselung gelebt haben und unbändigen Hass in sich haben aufkommen lassen. Sei es Hass auf bestimmte Personen, sei es Hass auf bestimmte Institutionen, sei es Hass auf „die Gesellschaft“ oder auf „das System“. Diese Hassvariationen führen dann zu Rachegedanken und deren Ausagieren mit tödlichen Folgen.
Stellt sich die Frage, wieso die Täter diesen Weg wählen, anscheinend keine Möglichkeit sehen oder ergreifen, um mit ihrem empfundenenen oder erlittenen Frust auf andere Weise zurechtzukommen.
Mutmaßungen dazu gibt es viele. Eine unserer unruhigen Zeit entsprechende scheint mir besonders plausibel: Auf uns alle und besonders auf die gebeutelten Jugendlichen prasseln seit Jahren Ungewissheiten, Orientierungsverwirrungen, Zukunftsverbauungssysteme und Angstmachereien ein, dass einem schwindlig davon werden kann.
Damit umzugehen ist nicht einfach und, so meine These, ohne an den Grundsätzen der Humanität festhaltende Solidarität nicht möglich.
Genau diese Haltung und das Praktizieren derselben wird jedoch seit geraumer Zeit verunmöglicht. Verunmöglicht durch ein fast nicht mehr zu durchschauendes Sammelsurium an Ablenkungs- und Scheinangeboten, die der eigentlichen Selbstverwirklichung von uns allen entgegenstehen.
Das fängt ja schon während der Entstehung von Leben im Mutterleib an. Schon da wird dem werdenden Wesen das ständige Mediengebrabbel zugemutet. Bald nach der Geburt erlebt das Neugeborene eine nur noch halb- bis viertel-herzige Zuwendung durch seine Bezugspersonen, weil das andauernde Handygeraune offensichtlich wichtiger ist als die empathisch-fürsorgliche Betreuung des Nachwuchses. Dabei sollten wir doch alle wissen, wie bedeutsam das im liebevollen Kokon ermöglichte Dasein in den ersten 3 Jahren eines Menschenwesens ist.
Aber der tägliche (Über)lebenskampf  der Erwachsenen und die unseligen Gewohnheiten im Umgang mit der Medienwelt schieben, allem guten Anfangswillen zum Trotz, einer lebenswichtigen Zuwendungskultur einen Riegel vor – mit unwiederbringlichen Entwicklungsdefiziten.
Diese äußern sich dann in späteren Jahren in zB unmäßigem Konsumismus als Ersatzbefriedigung für entgangenes (früh) kindliches Wohlbehagen. Das konsumistische Verführungsangebot unserer Tage spricht eine deutliche Sprache! Auf Dauer gesehen führt allerdings diese Art der Scheinbefriedigung zu erheblichem Frust, der zB in die Depression führen kann oder auch zu einem nicht unerheblichen Aggressionsstau mit jeweils unübersehbaren Folgen.
Eine besondere Entwicklungsstörung, mit der viele junge Menschen unserer Zeit zu kämpfen haben, ist auch die noch gar nicht allzu lange zurückliegende Coronazeit, in der, wie wir wissen, derart viele unsinnige Restriktionen, gerade für junge Menschen, in die Welt gesetzt wurden, dass sich nicht zuletzt die anschwellenden psychischen Probleme gerade der jungen Menschen darauf zurückführen lassen; zumindest sehen führende Psychotherapeuten dies so.
Und was tut die für dieses Desaster hauptverantwortliche Regierung als Hilfe gegen diesen Frust? Sie kürzt u.a. die Therapeutenhonorare und verschärft die Lage der betroffenen jungen Menschen statt für die Ausweitung entsprechender Hilfsangebote zu sorgen. Eine Folge: Es sind nicht wenige, die einen Ausweg im Suicid suchen, nicht gleich in der Amoktat.
Auch die Klimakrise zeitigt unübersehbar große Zukunftsängste, die die Psyche der jungen Menschen belasten, auch wenn sie hier einen insgesamt guten solidarischen Umgang damit gefunden haben, die sich in den FridaysforFuture-Aktivitäten zeigen.
Aber auch hier müssen sie erkennen, dass ihre Befürchtungen durch die Politik eher gehemmt statt fördernd unterstützt zu werden. Immerhin können diese jungen Menschen mit der Erfahrung aufwarten, dass Solidarität Kraft verleihen kann. Sodass unter dieser Gruppe wohl eher keine Amoktäter zu finden sind.
Aber der nächste Dauerbrenner mit Frustfaktor biegt schon um die Ecke: Aus völlig undurchsichtigen und mit Angstfaktor 10 in Szene gesetzten Gründen soll die Jugend von heute und morgen zum unsinnigen Dienst in der Armee gebracht werden. Einzig und allein deswegen, weil zur Friedensdiplomatie unfähige PolitikerInnen aufs KriegsertüchtigungsPferd setzen und dazu alle möglichen Hebel in Bewegung setzen. Und dazu passend ein Kriegsgeschehen in Europa am Laufen halten, das außer den menschlichen Opfern eine Umweltzerstörung größten Ausmaßes zur Folge hat.
Machtpolitik inkl. Umweltdesaster geht eben vor Lebensqualität. Widersprüche resp. Realitäten, mit denen sich nur schwer Leben lässt. Und wenn man dann noch gesagt bekommt, man sei nicht genügend resilient, sozusagen viel zu feinfühlig für diese Welt, und damit auf die eigene Unzulänglichkeit verwiesen wird, scheint es mir oft kein weiter Weg mehr zu einer von Hass geprägten Tat wie dem (selbst)zerstörerischen Amoklauf.
Mit diesen Darlegungen soll ein Verstehen angebahnt werden im Hinblick darauf, was da warum passiert. Zugleich geht es mir darum, Wege aus der für die Betroffenen anscheinend alternativlosen Amoktat aufzuzeigen. Die liegen nämlich in meinen Augen auf der Hand! Jede/r kennt sie; sie gehen allerdings aufgrund der tagtäglichen Medienüberwältigung „verloren“, werden oft nicht mehr gesehen und nicht mehr praktiziert und sie werden auch durch politisch gepflegte Feindbilderei bewusst konterkariert.
Sie heißen Liebe, Freundschaft, Nächstenliebe, Empathie, Solidarität, Engagement, Demokratie, Friedensfähigkeit, Verständigung.
Diese lebens- und überlebenswichtigen Resilienzmerkmale gilt es zusammen mit den jungen Menschen zurückzuerobern und massenhaft zu hegen und zu pflegen statt den KriegsertüchtigerInnen unserer Zeit ihren kopflosen Wahnsinn zu erlauben.
Wenn es uns gelingt, der politisch und ökonomisch vorgesehenen Vereinzelung und Zersplitterung unserer Gesellschaft zum Zwecke der unkontrollierten Machtausübung und unverantwortlichen Kriegshuberei plus Umweltzerstörung unseren demokratisch solidarischen Widerstand entgegen zu setzen, könnte eine andere und bessere Zukunft am Horizont aufleuchten und vielleicht den durch die kapitalistisch-konkurrentiell geprägte Gesellschaft zu Amoktätern werdenden jungen Menschen eine nicht zerstörerische sondern eine erhaltens- und lebenswerte Perspektive  eröffnen.
Sie könnten erleben, sich aufgehoben statt isoliert zu fühlen und mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen, dass Amokerei keine Alternative zu wirklich selbstbestimmtem Leben in friedensgeprägtem Umfeld ist. Schon eher das solidarisch-empathische zusammen Wirken für Frieden und gegenseitiges Verstehen und Verständnis – mit echten(!) Freunden.

Arm, ärmer, am ärmsten! (13)

Skandalträchtiger geht gar nicht!
Weil das so ist, muss man es in die Welt hinaus schreien, dieses unverantwortliche Handeln unserer Regierenden!
In unserem Land gibt es unzählig viele Menschen, die auf die Unterstützung von „Tafeln“ angewiesen sind, weil ihre karge Rente nicht reicht, um ihren  Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele von ihnen „sammeln“ auch noch tagtäglich leere Pfandflaschen, indem sie sie aus Müllkörben „herausangeln“, meist verschämt und sich dabei notgedrungen erniedrigend vor ihren Mitmenschen, die diese Flaschen mit nicht selten an den Tag gelegter Arroganz zuvor weggeworfen haben und von denen einige sich gar den zweifelhaften Spaß machen, zuzusehen, wie die Armen im Müll wühlen müssen, um dadurch an ein bisschen Taschengeld zu kommen.  Nicht selten müssen die „SammlerInnen“ sich Kommentare anhören wie „Geschieht Dir recht, du Penner!“ oder  „Haste schon mal was von Arbeit gehört?“ Der Zynismus der Menschen kennt nun mal keine Grenzen. Und auf „Abschaum“ herunter blicken zu können tut dem eigenen Selbstwertgefühl immer wieder gut…
Die nächsten „Schmarotzer“ sitzen gleich an der nächsten Ecke. Die tun gar nichts, sitzen nur da und erbetteln Almosen, manchmal sogar mit aggressivem Gehabe. Einfach nur „asozial“: Zu faul zum Arbeiten und dann noch Ansprüche stellen…
Mit diesen Sittenbildchen unserer Zeit ist auf zwei Extreme unserer ach so reichen Gesellschaft verwiesen: Auf die Menschen, denen trotz jahrzehntelangen Arbeitens nicht einmal ein würdiges Ruhestandseinkommen ermöglicht wurde und auf die, die, aus welchen Gründen auch immer, von unserem kapitalistisch bestimmten System „aussortiert“ wurden und auf der Straße gelandet sind, mit allen Schrecknissen unserer Zeit konfrontiert oft hilflos umherirren, keine Chance mehr bekommen, Fuß zu fassen, aber dem Spott und der Verachtung der Umwelt ausgesetzt sind, manchmal sogar mit der Gefahr, ihr Leben verlieren zu müssen, weil Underdogs und Dummköpfe an ihnen ihren angestauten Frust auslassen und sie tot treten oder erstechen.
Trotz der Tragik des Geschilderten, ist es nur die Spitze des Eisbergs der Armut und Not in unserer Republik, einer der reichsten Länder dieser Welt. Denn was an mehr oder minder unter der Wasseroberfläche verborgenen Tsunamigefahren droht, wird von den führenden Kapitänen unseres Landes wohlweislich ausgeblendet – in fahrlässiger und unverantwortlicher Weise. Nicht allein ausgeblendet, sogar tatkräftig konterkariert, indem Maßnahmen getroffen werden, die diese skandalöse (Alters)Armut nicht nur verstetigen sondern sogar vertiefen und auf die Agenda der Zukunft setzen – zum Schaden der Menschen und unserer Gesellschaft.
Unter dem Diktat der bedingungslosen Milliardenzahlungen an die Ukraine und der nicht weniger bedingungslosen Kriegsertüchtigungsorgie stellt sich die Armutsliste, außer den weiter oben geschilderten Phänomenen, u.a. wie folgt dar:
*Den bisherigen HartzIVempfängerInnen werden im Rahmen der Umbenennung der Unterstützung in den neuen schönfärberischen Namen „Bürgergeld“ die Unterstützungsleistungen gekürzt und damit zugleich in Kauf genommen, dass es nicht nur den betroffenen Erwachsenen schlechter geht, sondern auch noch die eh schon grassierende Kinderarmut in unserem Land noch mehr zunimmt. Diese „BürgeInnen“ sollen gefälligst arbeiten. Dass aber die auf Gewinn getrimmten Unternehmen oft nicht willens sind, Arbeitssuchende einzustellen, ist den Regierenden anscheinend egal! Die „Bürgerinnen“ sind an ihrem Schicksal selber schuld. Schließlich ist jede/r seines Glückes Schmied! Was aber, wenn nichts zum Schmieden bereit gestellt wird?
*Der nächste Belastungsfaktor der allen BürgerInnen zugemutet werden soll, soll mit der so genannten Gesundheitsreform kommen: Ehegattinen sollen zukünftig nicht mehr alle umsonst mit ihren berufstätigen Männern krankenversichert sein. Die Verheirateten sollen , je nach Lage, für entsprechende Versicherungsleistungen selbst aufkommen. Schon wieder ein Griff in die Tasche der Steuerzahler, der das Familienbudget belasten wird. Die Rezeptezuzahlung soll um 50 Prozent erhöht werden und und und …
Familienfreundliche Politik im Sinne eines immer wieder gerühmten Sozialstaates sieht anders aus!
*Nicht weniger blamabel ist der Umgang unserer PolitikerInnen mit der „Haus- und Erziehungstätigkeit“ der Frauen in unserer Gesellschaft. Statt diese ihrer Bedeutung gemäß sachgerecht zu entlohnen, wird sie zur Kenntnis genommen und zur Tagesordnung übergegangen. Die Folgen solcher Ausbeutung auf kostenlosem Niveau merken die Frauen und die Allgemeinheit oft erst Jahrzehnte später, wenn sie, eigentlich unverschuldet, in der Altersarmut gelandet sind, obwohl sie, nachdem die Kinder aus dem Haus waren, nichts unversucht gelassen haben, im Rahmen einer Berufstätigkeit, einen auskömmlichen Rentensockel zu erarbeiten.
Dieser für das Alter wichtigen Grundversorgung ist aber immer noch die jeweilige Regierung vor, da die Verantwortlichen es weder fertig bringen wollen, gleichberechtigte Entlohnung auf die Agenda zu setzen und auch durchzusetzen, noch in unserem Land eine zum Leben genügende Grundrente zu garantieren, wie das zB in Österreich der Fall ist. Stattdessen versucht man die jungen Frauen mit scheinemanzipatorischen Angeboten zu ködern wie der freiwilligen Wehrpflicht; die dann bestens bezahlt werden wird. Hauptsache Gleichberechtigung, auch wenn es nur um töten und getötet werden geht!
Wenn wir jetzt noch die tagtäglichen Preissteigerungen auf allen möglichen lebenswichtigen Gebieten vor Augen haben und zugleich erinnern, dass eher eine unselige Mehrwertsteuer für alle ins Haus steht statt einer endlich auf den Weg zu bringenden Besteuerung von Reichen und Superreichen, kommen wir nicht umhin, zu erkennen, dass die in unserem Land vorhandene und zukünftig erwartbar zunehmende Armut in den allermeisten Fällen kein selbstverschuldetes Desaster der davon betroffenen Menschen ist , sondern zu großen Teilen der eher wirtschaftsfreundlichen und aufrüstungsverblendeten Haltung unsrer derzeit politisch Verantwortlichen zu verdanken ist.
Wofür aber eine in einen hoffnungslosen und pessimistischen Status versetzte Bevölkerung, notfalls zum menschlichen Schaden aller, bereit sein kann, sollte aus der Geschichte bekannt sein …
Schon allein deshalb ist die sich mehr und mehr abzeichnende Zunahme der Altersarmut in unserem Land, frei nach dem Motto „arm, ärmer, am ärmsten“ von uns allen nicht hinnehmbar. Denn das Geld zum anders Handeln ist vorhanden und auch abschöpfbar.
Wir dürfen nicht zulassen, dass von uns erarbeitete Steuergelder für unverantwortliche und unsinnige Kriegsvorbereitungen verschleudert werden statt dem Wohle der Allgemeinheit zugute zu kommen!
Lassen wir uns deshalb, mithilfe des Angstgetrommels für Krieg, nicht in ein irgendwie geartetes Sparzwangdiktat führen. Unser Trommeln für Gerechtigkeit, Frieden, Freude, Eierkuchen und unser berechtigter Anspruch darauf ist viel wichtiger und bringt, perspektivisch gesehen, einen wirklich menschenwürdigen Ertrag für uns alle. Im Unterschied zu allen möglichen Kriegsdusseleien!